all time high zelebriert den berühmtesten Agenten Ihrer Majestät an seinem 40. Geburtstag mit einem besonderen Bond-Special, geschrieben vom Autor des "James Bond Buch", Klaus-Peter Walter, dem ich an dieser Stelle auch noch einmal ganz herzlich danken möchte!

James Bond
Er ist ein Mann, den in Wirklichkeit niemand durchschaut.
Er ist ein Mann, der nur sich und sonst keinem vertraut.
Gefahr ist sein Leben. Und auch, wenn er alles riskiert
ist er sich ganz sicher: es ist alles kalkuliert.
O, James Bond! Ob Superagent oder Leinwandheld,
James Bond! Ein Hollywoodstar, der den Frauen gefallt:
Chic und elegant
zärtlich und charmant
modisch und gewandt - ein Star!
Auch wenn er die Nacht in der Gewalt seiner Feinde verbringt,
es gibt keine Macht dieser Welt die ihn je bezwingt.
Er bleibt immer Sieger, und deswegen lieben ihn die Frauen.
Er braucht ihr nur einmal tief in die Augen zu schauen.
James Bond! Ob Wahrheit, Legende, wer weiß das schon.
James Bond! Er kommt jedes mal mit dem Leben davon.
Chic und elegant
zärtlich und charmant
modisch und gewandt - ein Star!
(Die Gruppe Dschingis Khan)
007 - Ikone des zwanzigsten Jahrhunderts
Es gibt eine ganze Reihe von Gegenständen und Gestalten, die fast jeder Mensch, gleich welcher Nationalität, als Ikonen unseres Jahrhunderts mit einiger Zuverlässigkeit wiedererkennt. Zu dieser Ikonen-Galerie gehören Micky Maus und Donald Duck, VW-Käfer, Coca-Cola-Flasche, Mercedes-Stern und Big Mäc, sicherlich auch Lenins Spitz-, Stalins Schnauz- und Hitlers Schnurrbart, ganz bestimmt Charly Chaplin im Kostüm des Tramp, ferner das von Jack Pierce für Boris Karloff geschaffene Frankenstein-Make-up und vielleicht Marilyn Monroe, mit geblähten Röcken über der U-Bahn-Entlüftung stehend. Mit ziemlicher Sicherheit aber zählt das 007-Logo, James Bonds Dienstnummer, zu den unverwechselbaren Bestandteilen unseres kollektiven Gedächtnisses.
Bond - Mythos zwischen neunzehntem und einundzwanzigstem Jahrhundert
In der Entwicklungsgeschichte des literarischen, bald darauf untrennbar mit dem filmischen verschmerzenden Superhelden des zwanzigsten Jahrhunderts steht James Bond genau in der Mitte zwischen zwei Extrempunkten, die Sherlock Holmes mit seinem intellektuellen Riesenwuchs auf der einen und kybernetische Helden à la Robocop und Terminator mit ihrem rein physischen Gigantismus auf der anderen Seite markieren.
Im späten neunzehnten und beginnenden zwanzigsten Jahrhundert, wo Sherlock Holines wirkt beziehungsweise erfunden wird, herrscht noch der menschliche Geist über Körper und Dinge. Die Wissenschaft macht ungeahnte Fortschritte, glaubt gar, eines Tages die letzten Geheimnisse des Universums entschlüsseln zu können.
Das Verbrechen und seine Bekämpfung ist, zumindest in der Kriminalliteratur, im wesentlichen eine Auseinandersetzung zwischen Intellekten, zwischen den Hirnen: Sherlock Holmes' Gegner ist der hochbegabte, gleichwohl pervertierte Wissenschaftler Professor Moriaty, ein "Napoleon des Verbrechens". Holmes' Aufgabe als Detektiv ist es, die durch das Verbrechen aus dem Lot geworfene Logik der Welt, die angestammte Anordnung der Dinge zurückzuzwingen. Er kann dies kraft eines souveränen Geistes, der "über den Dingen steht".

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