

10.11.2005
Deutsches Startdatum,
mögliche Bonds und ein verbitterter
Pierce Brosnan rechnet ab...

|

Alt-Bond
Pierce Brosnan
|
Gestern haben Sony, MGM und
Eon über die offizielle
007-Webseite jamesbond.com die
weltweiten Kino-Starttermine für
den 21. James Bond-Film bekannt
gegeben. Demnach startet "Casino
Royale" am Donnerstag,
23. November 2006 in den
deutschen Kinos - genau eine
Woche nach dem Start des Films
in England und den USA. In der
deutschsprachigen Schweiz
(23.11.) und in Österreich
(24.11.) muss man sich hingegen
ebenso einige Tage länger
gedulden.
Derweil hat sich ein
frustrierter, verbitterter und
vor allem aggressiver Pierce
Brosnan in einem langen
Interview mit dem Männermagazin
"Playboy" über sein Ende als
James Bond geäußert - und zwar
in einer solchen Deutlichkeit,
die eine mögliche (und vor allem
von Fans spekulierte)
Rückkehr-Variante á Sean Connery
in "Diamantenfieber"
ausschließt.
Bahnt sich da etwa zwischen
Brosnan und den Produzenten
Michael G. Wilson und Barbara
Broccoli ein ebenso gestörtes
Verhältnis an, wie Connery und
Cubby Broccoli es hatten?
Bereits in der Vergangenheit gab
es zahlreiche Berichte darüber,
dass Brosnan und Barbara
Broccoli nicht miteinander
können/konnten. Am Set von
"Stirb an einem anderen Tag"
sollen sich die beiden letztlich
nur noch aus dem Weg gegangen
sein. In einem
kürzlich erschienen Interview
mit Michael G. Wilson, deutete
dieser zudem ab, dass man den
Darsteller gewechselt habe, weil
ihm und Barbara die "mentale
Energie" gefehlt habe, um mit
Brosnan weiterzumachen.
Der "Playboy" wollte es nun wohl
etwas genauer wissen - und traf
Brosnan wohl an einer wunden
Stelle. Darauf angesprochen,
dass Daniel Craig viel jünger
sei als er, meinte Brosnan: "Es
war irgendwie schockierend,
gesagt bekommen, dass man zu alt
sei, gerade, wenn man denkt,
'jetzt geht es erst richtig
los', und dann bekommt man
gesagt, dass man das
Mindesthaltbarkeitsdatum
überschritten habe."
|

Brosnan:
"George - ein verbitterter,
alter, angepisster Kerl!"
|
Der "Playboy" hakte nach:
"Entdecken wir da etwa
Verbitterung bei Ihnen?" -
Brosnan: "Es ist verdammt
frustrierend, dass die
Arschlöcher [Orig.: "fuckers";
gemeint sind die Produzenten!]
einem im entscheidenden Moment
den Teppich unter den Füßen
wegziehen! Die sagten immer:
'Komm schon, wir sind sowas wie
eine Familie'. Und trotzdem
kriege ich nachmittags um fünf
bei Dreharbeiten auf den Bahamas
einen Anruf von meinem Agent,
der mir berichtet, dass sie die
Verhandlungen abgebrochen haben!
Nur, weil die nicht wissen,
wohin zu gehen, welchen Weg zu
nehmen! Was kann ich noch sagen?
Es ist kaltherzig, kindlich, und
es sollte einfach nicht so
ablaufen, nicht nach 10 Jahren
und4 Filmen..."
Und wenn Brosnan schonmal dabei
ist, Hiebe auszuteilen, dann
bekommt jeder sein Fett weg. Der
"Playboy" sprach den Iren darauf
an, was er von George Lazenby
halte, der einmal behauptet
hatte, Brosnan sei der
schlechteste der fünf
Bond-Darsteller. - Brosnan:
"George ist nur ein
verbitterter, alter, angepisster
Kerl! Er war doch nie ein
richtiger Schauspieler, nur
irgendein angepisster
Australier, der nicht weiß, wie
er seine feminine Seite
darstellen soll! Ich habe ihn
einmal getroffen und er hat so
etwas sprödes an sich."
Für die Theorie, dass sich ein
extremes Spannungsverhältnis
zwischen Brosnan und
Broccoli-Clan andeuten könnte,
sprechen zudem weitere Auszüge
aus dem Interview - Brosnan:
"Alle Filme haben Geld
eingespielt. Aus der kreativen
Sichtweise hätten sie vielleicht
etwas härter sein können. Aber
letztlich waren es Bond-Filme,
und sie waren kompliziert zu
drehen. Ich habe mich nie so
gefühlt, dass ich sagen würde:
'Ja, ich hab's auf den Punkt
gebracht!'. Sobald sie mich in
den Anzug gesteckt und mir diese
Dialogzeilen gegeben hatten,
fühlte ich mich beschränkt. Ich
machte doch nur einen auf Sean
Connery, auf Roger Moore, auf
George Lazenby. Ich habe mich
immer gefühlt, als würde ich nur
einen weiteren staubigen Film
machen. Die Produzenten gingen
nie das Risiko ein, dass ich für
nötig hielt. Es wäre zum
Beispiel großartig gewesen, nur
einmal eine Zigarette
anzuzünden, oder die Morde etwas
detailgenauer darzustellen.
Meine Jungs schauen die Filme
öfters auf DVD, da schaue ich ab
und zu mit. Und finde meine
eigenen Filme einfach nur
uninteressant und langweilig."
|

Brosnan:
"Fuck you!"
|
Brosnan wiederholte außerdem
seine Forderung nach mehr Sex in
den Bond-Filmen. Darauf
angesprochen, wer sein ideales
Bondgirl gewesen wäre, sagte der
Ire: "Monica Bellucci ist eine
hinreißende Schönheit - eine
traumhafte Frau! Es gab vor
einiger Zeit einen Screentest
mit ihr, aber die Idioten haben
'Nein' gesagt! Teri Hatcher hat
die Rolle dann bekommen."
Zum Ende des Interviews ließ
Brosnan seiner Wut noch einmal
freien Lauf: "Ich würde es
lieben, wenn dieser Film ["The
Matador", Brosnans neuestes
Werk] ein prächtiger Film würde,
dem andere tolle Rollenangebote
folgen. Wenn die Arschlöcher
versuchen dich mit Bond
einzuengen, dann wäre es doch
großartig, zurückzukommen mit
einem tollen Film wie "Matador".
Es wäre genial, zu denen sagen
zu können: 'Fuck you, ihr
Arschlöcher!' Fuck you, ihr, die
mir keinen Job mehr gegeben
habt! Fuck you, ihr, die denkt,
ich sei ein Weichei! Fuck you,
ihr, die bisher gedacht habt,
ich sei ein anständiger Kerl!
Fuck you, ihr, die so viele
Sachen von mir gedacht habt,
ohne mir die Chance zu geben,
mich beweisen zu können. Fuck
you!"
Währenddessen hat
CommanderBond.net seine
Insider-Liste aufgedeckt, auf
der die Namen verschiedener
potentieller James Bonds
standen. Zum Grund, warum die
Webseite die Liste erst jetzt
bekannt gibt, heißt es: "Ein
aufgeflogener Name zu einer
falschen Zeit hätte einen jungen
Schauspieler die Rolle seines
Lebens kosten können." Da nun
Daniel Craig aber als Bond
feststeht, im Folgenden die
Liste. Das Datum in Klammern
gibt den Zeitpunkt an (sofern
bekannt), an dem der jeweilige
Schauspieler ernsthaft von Eon
in Betracht gezogen wurde:
- Gerard Butler, Schotte, 35
(März 2005)
- Henry Cavill, Engländer, 22
(in der Endausscheidung gegen
Craig und Worthington)
- Rupert Friend, Engländer,
25 (Screentest im Sommer 2005)
- Daniel Goddard, Australier,
34
- Martin Henderson,
Neuseeländer, 31
- Julian McMahon, Australier,
37 (Ende 2004)
- David Morrissey, Engländer,
41
- Alex O'Lachlan, Australier,
28 (Screentest im Sommer 2005)
- Ingo Rademacher, Deutscher,
34 (Treffen mit Campbell
Anfang 2005)
- Dougray Scott, Schotte, 40
- Christian Solimeno,
Engländer, 30
- Antony Starr, Neuseeländer,
30 (Screentest im Sommer 2005)
- Karl Urban, Neuseeländer,
33 (März 2005)
- Goran Visnjic, Kroate, 33
(Screentest im Sommer 2005)
- Dominic West, Australier,
36
- Sam Worthington,
Australier, 29 (in der
Endausscheidung gegen Craig und
Cavill)
Detailierte Informationen zu
allen Bond-Anwärtern gibt es bei
CBn!
all time high hält euch weiter auf
dem Laufenden!
|

|