
04.05.2005
Daniel Craig enthüllt
Neuigkeiten zum Casting der James
Bond-Rolle

Daniel Craig
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Wie all time high
am 06.
April berichtete,
vermeldeten die Medien weltweit,
der britische Schauspieler
Daniel Craig habe die Rolle des
James Bond sicher. Damals
widerlegte all time high auch,
warum dem nicht so sein könne.
In zwei Interviews äußerte sich
der "Layer Cake"-Star nun selbst
zu den Vorgängen um seine
Person.
In einem Gespräch mit dem
"Houston Chronicle" sagte Craig:
"Wäre ich Bond, und ich sage
nicht dass ich es bin, könnte
ich Ihnen das sowieso nicht
sagen. Die Antwort ist: Mein
Name und viele andere sind in
einer Gruppe möglicher
Kandidaten. Es ist ein echtes
'high class'-Problem, dass ich
momentan habe. Ich kenne die
Verantwortlichen und habe mit
ihnen gesprochen, aber es ist
noch keine Entscheidung
gefallen".
In einem nur einen Tag später
erschienen, ausführlicheren
Inteview mit "IGN Filmforce" gab
Craig allerdings mehrere Details
preis und suggerierte, dass es
einen großen Konflikt zwischen
Eon und MGM/ Sony gibt.
"Es war schon etwas seltsam, das
Studio [MGM] rief mich an, und
sagte mir, ich hätte den Job.
Aber die Broccolis wollten sich
nicht äußern. Ich habe also
gewartet, denn ich bin mir
sicher, wenn sie mich wirklich
wollen, dann kommen sie zu mir,
dann muss ich nicht um die Rolle
kämpfen. Tja, ich denke, ich
wäre etwas zu radikal für die
Rolle gewesen".
Craig also von MGM gewollt? Dies
entkräftet alle britischen
Boulevardzeitungen, die im April
berichtet hatten, Craig sei von
den Broccolis, sprich Eon,
gecastet worden. Denn scheinbar
war es genau anders herum.
Craig sagte im Interview weiter:
"Ich habe keine Ahnung was der
Deal mit James Bond ist,
wirklich nicht. Es gab eine
Menge Gerüchte, und ich meine es
ist nicht das schlechteste, mit
James Bond in Verbindung
gebracht zu werden. Es gab, wie
gesagt, eine Bewegung in meine
Richtung, aber es gab, so wie
ich das mitbekomme, ebenfalls
viele Bewegungen in andere
Richtungen. Ich vermute, die
Verantwortlichen werfen ein paar
Namen in den Raum und schauen,
wie die Fans darauf reagieren.
Schließlich können sie dann eine
Entscheidung fällen."
Matthew Vaughn
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Würde Craig denn annehmen, falls
man ihm die Rolle letztlich
anbietet? "Ich weiß es nicht,
und das ist die Wahrheit. Ich
weiß es wirklich nicht. Es wäre
schon schwer, nicht ernsthaft
über ein solches Angebot
nachzudenken."
Claudia Schiffers Ehemann Matthew
Vaughn, der momentan zusammen mit
Craig für MGM "Layer Cake" dreht und
ebenfalls als möglicher "Casino
Royale"-Regisseur im Gespräch war,
äußerte sich ebenfalls in die
gleiche Richtung wie Craig.
"Es war eine sehr komische
Situation. Die Wahrheit ist, dass
mir der Job von MGM angeboten wurde,
aber nicht von den Broccolis, also
Eon. Es gab Rauch und es gab Feuer
zwischen den beiden."
Vaughns und Craigs Aussagen lassen
darauf schließen, was in den
vergangenen Wochen und Monaten
wirklich hinter den Kulissen in
Hollywood und Pinewood ablief.
Das folgende ist alles reine
Spekulation, es ist aber durchaus
möglich, dass verschiedene Aspekte
der ganzen Sache so oder ähnlich
abliefen:
Eon und MGM haben einen massiven
Streit, nachdem MGM das bereits
vorangeschrittene "Jinx"-Projekt
cancelt (
s.
all time high vom 26.10.2003).
Eon sagt also: "Erwartet nun ja
nicht, dass wir euch Bond 21
innerhalb kurzer Zeit liefern
können" (Gleiches passierte 1989
nach diversen Zwisten zwischen MGM
und Eon). MGM hingegen meint: "Okay,
dann beginnen wir, das Projekt ohne
Eon zu entwickeln, schließlich
gehört Bond uns zu 50%!"
MGM führt dann Gespräche mit Matthew
Vaughn, der gerade "Layer Cake" für
das Studio dreht. Dieser sagt, er
würde sehr gerne Bond 21 drehen,
allerdings mit seinem Freund Daniel
Craig als Bond, gerade da bekannt
wurde, dass Brosnan in Bond 21 nicht
mehr mitwirkt. MGM sagt:
"Großartig", und MGM-Vizechef Chris
McGurk sagt Anfang 2004, dass Bond
21 im Zeitplan liege. Eon sagt
einfach gar nichts und sitzt alles
aus. Im Privaten kontaktieren sie
Martin Campbell und fragen ihn, ob
er daran interessiert wäre, Bond 21
zu drehen. Campbell sagt "Ja, aber
ich habe meinen Preis." Eon
entgegnet: "Warte ab, du wirst
deinen Preis bekommen".
Sony kauft MGM, und die
MGM-Beauftragten in Sachen Bond
verkünden Sony: "Wir sind bereit,
Bond 21 auf den Weg zu bringen, wir
haben Vaughn und wir haben Craig."
Sony fragt Eon, und die sagen: "MGM
sind Nulpen, Nichtswisser, aber wir
haben Martin Campbell und ein Script
und würden gerne mit Sony
zusammenarbeiten, um einen neuen
James Bond zu casten".
Sony sagt also nun zu MGM: "Packt
eure gute Ideen wieder ein" und
einigt sich mit Eon auf ein weiteres
Jahr Verzögerung, Campbell seinen
Preis zu zahlen und mit dem Casting
zu beginnen.
Vaughn merkt, dass irgendetwas
schief geht und nimmt schnell einen
anderen Job an. In Interviews sagt
er: "Die Bond-Leute wollten mich,
aber ich habe lieber ein anderes
Projekt angenommen". Alles, was
Daniel Craig weiß, ist dass er einen
Vertrag mit MGM hat, aber noch immer
nichts von Eon gehört hat. Eon
bestätigt offiziell: "Daniel Craig
war nie ein Kandidat". Aus ihrer
Sicht ist dem auch so.
Wie gesagt - alles Theorie, aber so
ungefähr dürfte es sich abgespielt
haben.
Übrigens: Vor kurzem berichteten
viele Medien erneut über eine
mögliche Rückkehr Pierce Brosnans
und bezogen sich auf ein Interview
mit "M"-Darstellern Judi Dench. Eine
Eon-Sprecherin dementierte aber nur
einen Tag später mit den Worten,
dass noch nicht einmal Dench selbst
gecastet sei und folgerichtig
überhaupt nicht wissen könne, wen
Eon in Betracht ziehe und wen nicht.
all time high hält euch auf dem
Laufenden!
Mit Dank an John Cox und Matt
Weston.