Matthew Vaughn: Als
Regisseur im Gespräch
|
Gegenüber den Hollywood-Branchenblättern "Variety" und "The Hollywood Reporter" hat MGM letzte Nacht bestätigt, dass Bond 21 bis auf Weiteres auf das Jahr 2006 verschoben worden sei. Die Gründe seien vielfältig, vor allem aber liege es daran, dass Eon und MGM/Sony sich bis heute weder auf einen 007-Darsteller, noch auf einen Regisseur verständigen konnten.
Ein weiterer Grund für die Verzögerung bestünde in den fünfmonatigen Übernahmeverhandlungen zwischen MGM und Sony im Zeitraum Mai bis September 2004. In dieser Zeit sei es für die Verantwortlichen unmöglich gewesen, das Projekt voran zu treiben.
Laut "Variety" steht allerdings noch nicht fest, ob der Film im Sommer 2006, oder traditionell im November 2006 in die Kinos kommen soll. Alle Verantwortlichen werden sich daher im nächsten Monat treffen. Ein wesentlicher Faktor bei diesen Überlegungen könnte der Tom Cruise-Streifen "Mission: Impossible 3" (der übrigens zu großen Teilen in Berlin angesiedelt sein wird) werden, dessen Startdatum von Studio Paramount auf den Sommer 2006 festgelegt wurde.
Dadurch, dass man es bis zum heutigen Tage nicht geschafft hat, einen Regisseur unter Vertrag zu nehmen, was man bei Eon und MGM eigentlich gehofft hatte, ist ein Drehstart im Januar nicht möglich. Zuletzt hatte es auch immer wieder gehießen, dass man einen ähnlichen Produktionsablauf wie bei "Der Morgen stirbt nie" plane. 1997 begannen die Dreharbeiten im April, und der Film kam im Dezember in die Kinos. Auf diese Hektik, unter der vor allem die Darsteller litten, wollte man sich wohl nicht noch einmal einlassen.
Dabei, so berichtet "Varietly" weiter, sei es in den letzten Wochen zu ernsthaften Verhandlungen mit zwei Regisseuren bekommen: Zum einen mit dem erst 33jährigen Matthew Vaughn, Freund von Model Claudia Schiffer, der erst kürzlich sein Regiedebüt hab ("Layer Cake"), zum anderen mit Paul McGuian, der ebenfalls relativ neu in der Branche ist und erst vier Filme gedreht hat. Er war u.a. verantwortlich für das letzte MGM-Projekt "Wicker Park".
Jedenfalls hätten die jungen Filmemacher hervorragend zu dem Projekt gepasst, denn aus Insiderkreisen hört man immer öfters, dass das inzwischen von Neil Purvis und Robert Wade abgelieferte Drehbuch sich mehr an den "traditionellen" Filmen der 60er und 70er orientiere, und man weitestgehend auf Special Effects verzichte.
Die längere Pause gibt Eon nun aber auch mehr Zeit, einen neuen 007-Darsteller zu finden. Trotz Pierce Brosnans Äußerungen, nun doch wieder gerne Bond spielen zu wollen (all time high berichtete), heißt es, sei er nicht von den Produzenten in Betracht gezogen worden. Ein weiterer Hinweis darauf dürfte sein, dass man mit einem Zugpferd wie Brosnan sicher längst einen Regisseur gefunden hätte.
Außerdem wurde jüngst berichtet, dass die Bond-Rechte in einem separaten Deal zwischen Eon und Sony ausgehandelt werden. Es kann getrost davon ausgegangen werden, dass die Dauer und Länge dieser Verhandlungen kein unwesentlicher Faktor für die Verschiebung von Bond 21 ist.
Nun soll "Der rosarote Panther" Bond 21 ersetzen und im November 2005 in die Kinos kommen.
all time high bleibt am Ball!