10.02.2004
Verwirrspiel um Pierce Brosnan - Schluss mit Bond?



Hängt er seinen Agentenanzug
an den Nagel? (Noch-) Bond
Pierce Brosnan.


Am gestrigen Montag schockte das englische Boulevardblatt "Daily Mail" mit der Meldung, dass Pierce Brosnan von Produktionsfirma EON als James Bond gefeuert wurde und bereits für den nächsten Film, Bond 21, nicht mehr zur Verfügung stehen wird.

Das Blatt schreibt: "Brosnan ist 50 Jahre alt und damit zu alt, den Superspion zu spielen. Der irische Schauspieler, der 007 in 4 Filmen gespielt hat, hat eine Option auf einen 5. Film. Nun sprechen aber laut Quellen die Studiobosse davon, Bond ein neues Gesicht und einen frischen Look zu verpassen. Als potentielle Nachfolger sind Jude Law, Colin Farrel, Hugh Jackman, Christian Bale und Orlando Bloom im Gespräch."

Die üblichen Verdächtigen also. Normalerweise könnte man diese Meldung als den üblichen Saure-Gurken-Zeit-Klatsch abtun, doch der Artikel in der "Daily Mail" zitiert einen namentlich nicht genannten Mitarbeiter von EON Productions: "Wir haben nun die Möglichkeit, der Franchise neues Leben einzuhauchen und sie zu höheren Zielen zu führen. Wir wollen Bond zurück zu den Anfängen bringen, mehr junge Leute in die Filme ziehen - und das wird uns mit einem jüngeren Bond wohl eher gelingen."

Laut der britischen Zeitung äußerte sich eine Sprecherin von EON in einer ersten Reaktion wie folgt: "Unser Ziel ist es natürlich immer, ein jüngeres Publikum in die Kinos zu locken. Wir wollen Fans, die auch in 40 Jahren noch James Bond schauen. Wir müssen uns auf eine Richtung festlegen."

Klingt zwar alles sehr seriös, aber was man von den Aussagen der angeblichen EON-Mitarbeiter halten soll, ist eine andere Sache. MGM, als 50%iger Beteiligter an den Rechten der Bondfilme, dürfte wohl auch noch ein Wörtchen mitzureden haben. Da das Studio momentan mal wieder in ziemlichen finanziellen Problemen steckt, würde man Pierce Brosnan als Zugpferd nicht laufen lassen. Und nach dem finanziell erfolgreichsten Streifen der Serie, "Stirb an einem anderen Tag" 2002, schon zweimal nicht.

all time high hat inzwischen Rückmeldung von zwei bisher immer glaubhaften Quellen erhalten. Darin heißt es, sowohl bei Danjaq wie auch bei EON wisse man nichts von einer Entlassung Brosnans, EON erwäge sogar rechtliche Schritte gegen die "Daily Mail".

Derweil geistern die wildesten Theorien durch das Internet. So heißt es von vermeindlichen Insidern in diversen Foren, Danjaq wolle die Publikumsreaktion auf einen eventuellen Rauswurf Brosnans testen oder pokern, um Brosnan's Gagenforderungen nicht nachkommen zu müssen.


all time high hält euch auf dem Laufenden!


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