21.12.2003
James Bond bald unter neuer Flagge? - MGM & Time Warner in Fusionsgesprächen



Bond-Studio MGM


Der US-Medienkonzern Time Warner hat einem Zeitungsbericht zufolge erneut Fusionsgespräche mit dem Hollywood-Filmstudio Metro -Goldwyn-Mayer (MGM) aufgenommen.

Die beiden Unternehmen führten "vorläufige, aber ernsthafte" Gesprächen, berichtete die US-Zeitung "Daily Variety" am Donnerstag auf ihrer Website ohne Angabe von Quellen. Sie passten gut zueinander, da Time Warner bereits mit seiner Film-Tochter Warner Bros MGM-Filme vertrieben habe, hieß es weiter. Time Warner hatte zuletzt 2002 ein Auge auf MGM geworfen. Damals forderte jedoch Mehrheitseigner Kirk Kerkorian rund sieben Milliarden Dollar und Time Warner kämpfte mit einem riesigen Schuldenberg. Nach dem Verkauf von Vermögenswerten wie der Musiksparte und dem damit verbundenen Schuldenabbau hatte Time Warner Anfang Dezember angekündigt, im kommenden Jahr verstärkt in das Wachstum des Unternehmens zu investieren.

MGMs Film-Katalog umfasst mehr als 4000 Filme, darunter Erfolge wie die Komödie "The Pink Panther" und den Boxerfilm "Rocky". Aus jüngster Zeit stammen der James-Bond-Thriller "Die Another Day" und die Komödie "Legally Blonde". In den vergangenen Jahren hatte das Unternehmen allerdings insgesamt weniger Kassenschlager im Angebot, was das Interesse von Käufern dämpfte. "Daily Variety" zufolge beläuft sich der Wert des MGM-Filmsammlung auf etwa 4,4 Millarden Dollar.

Welche möglichen Konsequenzen eine Fusion für neue James Bond Filme hätte, ist nicht abzusehen.