
Am 20. Juni 1915 als Sohn eines Engländers und einer Chinesin in Shanghai, China, geboren, war Terence Young mitverantwortlich für die Erfolge der 007-Reihe. Er führte bei " James Bond 007 jagt Dr. No", " Liebesgrüße aus Moskau" sowie " Feuerball" Regie und ließ sich gerne als "Bond-Regisseur" betiteln. Bei den Schauspielern war er zuerst nicht sehr beliebt, da er sehr streng mit ihnen umging, später jedoch, als man sich daran gewöhnt hatte, dass er Connery als einzigen wie einen Sohn behandelte, kam man gut mit ihm aus. Nach den 007-Filmen machte er jedoch keine großen Projekte mehr und starb schließlich am 7. September 1994 an einem Herzinfarkt in Cannes, Frankreich, wo er seit den Achtziger Jahren gelebt hatte.
1922 in England geboren, war Guy Hamilton ein bereits sehr beschäftigter Regisseur, als die 007-Produzenten sich mit dem Angebot, " Goldfinger" zu drehen, an ihn wandten. "Der Teufelsschüler" und "Liebenswerte Gegner" (1960 und 1961) waren seine größten Erfolge bis dato. Er nahm die "Goldfinger"- Arbeit dankend an und verhalf 007 schließlich 1971, als er zum zweiten Mal bei einem Bondfilm Regie führte, aus einer Krise. Nach dem "Im Geheimdienst Ihrer Majestät" gefloppt war, schaffte er es, James Bond in " Diamantenfieber" zurück zur alten Klasse zu führen. Weiterhin setzte er in " Leben und Sterben lassen" Roger Moore in seinem Debüt in's rechte Licht und machte anschließend noch " Der Mann mit dem goldenen Colt". Kurz vor dem Drehstart von "Der Spion, der mich liebte" sprang er ab und drehte "Force 10: Die Spezialeinheit" Sein letztes Filmprojekt, "Trau keinem Schurken" (1989) war ein Flopp. Heute lebt Guy Hamilton zurückgezogen in Frankreich.
Fast immer wenn es um das Thema "Raumfahrt" ging, engagierte man den am 6. März 1920 in London geborenen Engländer Lewis Gilbert. Seit 1944 drehte Gilbert erfolgreiche Filme wie "Flickflack auf dem Schwebebalken" und "Zustände wie im Paradies". Sein Durchbruch gelang ihm schließlich 1960 mit "Die letzte Fahrt der Bismarck". 1967 holten Albert R. "Cubby" Broccoli und Harry Saltzman Gilbert für den ersten sich um die Raumfahrt handelnden Bond-Epos, " Man lebt nur zweimal". Er sollte eigentlich 1969 "Im Geheimdienst Ihrer Majestät" drehen, doch man hatte Peter Hunt, der bei "Man lebt nur zweimal" noch Cutter war, schon länger eine Bond-Regie versprochen und zog ihn ihm vor. 1977, bei " Der Spion, der mich liebte" holte man ihn auf die Schnelle, da Guy Hamilton kurzzeitig abgesprungen war. Nach dem großen Erfolg dieses Films machte Lewis Gilbert schließlich noch " Moonraker - Streng geheim". "Haus der Geister", sein letztes Filmprojekt, das 1995 in den Kinos lief, war kein besonderer Kassenschlager. Auch Gilbert lebt heute zurückgezogen irgendwo auf dem Lande.
Am 11. März 1928 in London geboren, war Peter Hunt bereits als Cutter seit dem ersten Film, "James Bond 007 jagt Dr. No" dabei. Die Arbeit machte ihm sichtlich Spaß, doch er wollte mehr. Cubby Broccoli und Harry Saltzman versprachen ihm schließlich eine Bond-Regie, die er dann 1969 bei "Im Geheimdienst Ihrer Majestät" wahrnahm. Doch das Projekt stand unter keinem guten Stern und Peter Hunt und George Lazenby hatten zudem kein sehr gutes Verhältnis. Es blieb dann sein letztes Arbeitsverhältnis mit den beiden, damals noch zusammenarbeitenden 007-Produzenten Broccoli und Saltzman. Nach diesem Film drehte er auch keine erwähnenswerten Filme und seine letzte Regie-Arbeit war sogar bei einem Erotikfilm. Peter Hunt starb im Herbst 2002 im Alter von 74 Jahren in England.
Seit 1969 bei "Im Geheimdienst Ihrer Majestät" war der am 15. Mai 1932 in Sunbury-on-Thames geborene Engländer bei der Bond-Crew dabei. Mal als Cutter, mal in der Regieassistenz. 1981 verpflichteten Albert R. Broccoli und Michael Wilson den damals 49 Jahre alten Glen als Regisseur des 12. Abenteuers, " In tödlicher Mission". Nach und nach unterschrieb John Glen einen 4-Filme-Vertrag mit den Produzenten und drehte " Octopussy", " Im Angesicht des Todes", " Der Hauch des Todes" und schließlich 1989 " Lizenz zum Töten", bevor aus dem Bond-Gewerbe ausstieg. John Glen ist auch heute noch ein weithin bekannter Regisseur. Neben den 007-Filmen waren außerdem sehr erfolgreich: "Christopher Columbus - Der Entdecker" (1992) und "Space Cops - Tatort Demeter City" (1996). Glen "unterschrieb" seine Bondfilme: in jedem seiner Bondfilme gibt es eine Szene, in der Tauben zu sehen sind.
Der Neuseeländer Martin Campbell war in seiner Anfangszeit als Regisseur nur mäßig erfolgreich. Überwiegend drehte er Episoden von TV-Serien. Weshalb Michael Wilson ihn 1995 für " GoldenEye" holte, ist vielen noch heute ein Rätsel. Mit "GoldenEye" kam erst der Erfolg. Drei Jahre später, 1998, war er der ausführende Regisseur bei einer mittelmäßigen Zoro-Verfi,nung, "Die Maske des Zorro". Auch sein neuester Film, "Vertical Limit", der 2001 ins Kino kam, wird von vielen Kritikern als sehr schwach eingeschätzt.
Der Kanadier Roger Spottiswoode, der am 5. Januar 1945 in Ottawa geboren wurde, stieg Mitte der Siebziger Jahre als Cutter ins Film- geschäft ein. Seit 1980 war er auch sehr erfolgreich als Regisseur. Seine Werke "Scott und Huutsch", "Air America", "Stop - Oder meine Mami schießt" belegen das. 1997 wurde er dann für " Der Morgen stirbt nie"als Regisseur verpflichtet. Nach dem großen Erfolg des Filmes bot man ihm an, weitere Bond-Werke zu inszenieren, doch Spottiswoode lehnte ab. Schwierigkeiten mit Schauspielern hatten ihn am Set sehr genervt. Sein letztes großes Werk war sehr erfolgreich: Der 2000 gedrehte Actionstreifen "The 6th Day" mit Arnold Schwarzenegger.
Der am 10. Februar 1941 in Aylesbury, England geborene Michael Apted stieg bereits 1964 als Cutter ins Filmgeschäft ein. Er drehte bis in die späten Achtziger Jahre TV-Serien und sattelte erst dann ins Filmgewerbe um. Sein bis zum Start von "Die Welt Ist Nicht Genug" größter Erfolg war der 1988 abgedrehte Kinostreifen "Gorillas im Nebel". Nach seiner Bond-Erfahrung folgten 2001 "Enigma" und 2002 "Enough" mit Jennifer Lopez.
Lee Tamahori kam 1950 in Neuseeland zur Welt. Zur Filmindustrie kam er durch die Werbebranche. Mehr als zehn Jahre drehte er erfolgreich Werbespots für die unterschiedlichsten Firmen. Danach führte er bei zahlreichen TV-Serien Regie, bevor er mit "Once Were Warriors" einen beeindruckenden Einstand als Spielfilmregisseur gab. Für diesen Film wurde Tamahori mit dem PEN First Book Award ausgezeichnet. 2000 folgte "Im Netz der Spinne" mit Morgan Freeman, bevor er überraschenderweise im August 2001 offiziell der Presse als Regisseur des 20. Bond-Abenteuers " Stirb an einem anderen Tag" vorgestellt wurde. Tamahori ist in Hollywood vor allem auch für sein loses Mundwerk bekannt...
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