Als James Bond trug er immer den feinsten Zwirn, auch in den härtesten Actionszenen saß sein Anzug tadellos. Mit seinem ewigcharmanten Lächeln brachte Roger Moore seine Gegner zur Weißglut, betörte aber auch unzählige Frauen.

Roger Moore wurde am 14. Oktober 1927 in London geboren. Im Alter von 15 Jahren hatte er bei einer Trickfilmgesellschaft als Teeholer und Hilfszeichner erste Kontakte zum Filmgeschäft.

1944 spielte Roger Moore in „Caesar und Cleopatra“ als Komparse mit. Daraufhin brach er seine Lehre als Zeichner ab und besuchte die königlichen Schauspielschule. Anschließend tingelte er durch Londoner Theater, versuchte sich als Dressman und Autoverkäufer. Mit nur mäßigem Erfolg.

Der stellte sich erst in den USA ein, wo er in Hollywood sein Glück versuchte. Nach vielen Nebenrollen machte Roger Moore schließlich als Serienheld in „Ivenhoe“ auf sich aufmerksam. Die entscheidende Wende kam in den 60er Jahren als „Simon Templar“ und als schlagfertiger Partner von Tony Curtis in der Kultserie „Die Zwei“.

Endgültig zum Topstar wurde er 1973 als Geheimagent 007. Nebenher spielte er in weiteren Actionfilmen wie „Die Wildgänse kommen“ oder „Sprengkommando Atlantik“. Sieben mal spielte er die Rolle des britischen Spions James Bond und zog sich dann 1995 aus dem Bond-Geschäft zurück und hatte nur noch wenige Filmauftritte.

In der Ehe hatte der Mann, dem im Film die Frauen zu Füßen lagen, wenig Glück. Seine erste Ehe mit der damaligen Schauspielschülerin Doorn van Steyn dauerte nur sechs Monate. Seine zweite Frau, Hollywoodsängerin Dorothy Squires, ließ er wegen seiner Kollegin Luisa Mattioli sitzen.

Dorothy rächte sich und verweigerte sieben Jahre lang die Scheidung. Aber auch das Glück mit Luisa hielt nicht. Nach 26 Jahren Ehe trennte sich der Schauspieler von Luisa für die extravagante dänische Millionärswitwe Christina Tholstrup.

Seit mehreren Jahren bereist Roger Moore die Welt nicht mehr als Superagent 007 sondern als Botschafter für das Kinderhilfswerk UNICEF. Für dieses Engagement wurde Roger Moore 1999 von der Queen im Buckingham Palace zum „Commander Of The Order Of The British Empire“ ernannt.


Buchtipp
Roger Moore - His Films and Career
Gareth Owen und Oliver Bayan




  • Act of Violence 1949
  • The Last Time I Saw Paris 1954
  • Interrupted Melody 1955
  • King's Thief 1955
  • Diane 1956
  • Ivanhoe [tv series] 1957-58
  • The Miracle 1959
  • The Alaskans [tv series] 1959-60
  • Maverick [tv series] 1960-61 season
  • Rape of the Sabines 1961
  • The Sins of Rachel Cade 1961
  • Gold of the Seven Saints 1961
  • The Saint [tv series] 1962-69
  • Crossplot 1969
  • The Man Who Haunted Himself 1970
  • The Persuaders [tv series] 1971-72
  • Live and Let Die 1973
  • Gold 1974
  • The Man with the Golden Gun 1974
  • That Lucky Touch 1975
  • Save Us From Our Friends 1975
  • Shout at the Devil 1976
  • Sherlock Holmes in New York 1976
  • The Executioner 1976
  • The Spy Who Loved Me 1977
  • The Wild Geese 1978
  • Escape to Athena 1979
  • Moonraker 1979
  • Ester, Ruth and Jennifer 1979
  • The Muppet Show
  • Sunday Lovers 1980
  • The Sea Wolves 1980
  • Folkes 1980
  • For Your Eyes Only 1981
  • Cannonball Run 1981
  • Octopussy 1983
  • The Naked Face 1984
  • A View to a Kill 1985
  • Fire, Ice and Dynamite 1990
  • Bullseye! 1991
  • Bed & Breakfast 1992
  • The Man Who Wouldn't Die 1995
  • The Quest 1996
  • Spice World 1997
  • Audrey Hepburn Remembered 1998
  • The Enemy 2001
  • Boat Trip 2002