
George Lazenby, der 1969 in die Fußstapfen von Sean Connery trat, ist fast nur unter eingefleischten Bondfans bekannt. Kein Wunder, denn der zweite James-Bond-Darsteller übernahm nur einmal die Rolle des britischen Spions und verwand danach wieder in der Versenkung.
Geboren wurde George Lazenby am 5. September 1939 in Goulburn, Australien. Sein Vater war Eisenbahner und seine Mutter Putzfrau. Nach der Schule begann George Lazenby zunächst eine Lehre als Automechaniker und betätigte sich später als Autoverkäufer in Australien und danach auch in England. In London wurde er dann von einem Modefotograf überredet als Model und Dressman zu arbeiten und Lazenby machte dann Werbeaufnahmen für diverse Süßigkeiten und Badehosen.
Sein Agent riet ihm dann aber, sich bei den Bond-Produzenten als Nachfolger von Sean Connery vorzustellen und Lazenby zögerte keinen Augenblick. Lazenby drehte dann schließlich nur einen 007-Film. Dieser wurde ein finanzieller Misserfolg und daraufhin wurde Lazenby von vielen Produzenten gemieden. Einziger Kassenerfolg wurde der Actionfilm „Der Mann von Hongkong“.
Lazenby absolvierte dann zahlreiche Gastauftritte in TV-Serien und besuchte Treffen von James Bond Fanclubs und Talkshows, wo er von seiner kurzen Zeit als Kinoheld berichtete. Doch von diesem Glanz blieb nicht viel übrig. Wer George Lazenby in Action sehen wollte musste sich mit drittklassigen Erotikfilmen begnügen.
Lazenby gelangte in finanzielle Not und konnte nicht mal mehr seine Miete bezahlen. Daraufhin wurde er wieder als Verkäufer tätig und stieg ins Immobiliengeschäft ein. Sein letztes bekanntes Projekt in diesem Geschäft ist die Restaurantkette „Spy House“, die nach dem Vorbild des „Planet Hollywood“-Konzeptes Essen in spionagemäßig designtem Ambiente bieten soll, doch der Plan wurde nicht verwirklicht.
1994 starb Lazenbys Sohn im Alter von 19 Jahren an einem Gehirntumor und kurz darauf trennte sich nach 24 Jahren Ehe auch noch seine Frau Chrissie von ihm. George Lazenby bezeichnet sein Leben wie eine Achterbahnfahrt. Mal oben, mal Tief im Tal. Zur Zeit befindet er sich nach eigener Aussage „irgendwo da unten“. Denn das Schlimmste für ihn ist es, keine Partnerin zu haben.