
Thomas Sean Connery wurde am 25. August 1930 in Fountainbridge, einem der ärmlichsten Viertel von Edingburgh, Schottland geboren, wo er auch aufwuchs. In der Nachbarschaft lebten 6-8 Personen in einem Raum und bis zu 12 Familien mussten sich eine Toilette teilen. Seans Kinderwagen war die unterste Schublade einer Kommode. Connery machte die bescheidene Kindheit nie etwas aus. Es gab ja keine Vergleichsmöglichkeiten. Kinobesuche hellten die Ärmlichkeit des häuslichen Alltages auf.
Nach der Schulzeit arbeitete Sean als Fahrer einer Molkerei. Mit 17 ging er zur Royal Navy und blieb dort drei Jahre als Vollmatrose, musste dann aber wegen eines Geschwürs entlassen werden und nahm danach eine Reihe von Arbeiten an, die erhebliche physische Kraft und Ausdauer verlangten.
In die Theaterwelt gelang Connery durch eine zufällige Chance. 1950 vertrat Connery in London Schottland beim Mr. Universum Wettbewerb und bekam dort von einem Konkurrenten den Vorschlag, sich bei der „South Pacific“-Truppe zu bewerben. Connery spielte dort dann ohne jede Erfahrung für 35 Dollar die Woche mit und lernte dort von seinen Kollegen viel über die Schauspielerei.
1956 begann Connery mit ersten Fernsehproduktionen und 1957 unterzeichnete er einen Vertrag bei der 20th Century Fox, die ihn für mehrere Filme lieh.
Kurze Zeit später riefen ihn die Produzenten Harry Salzman und Albert R. Broccoli an und teilten ihm mit, dass er sich doch zu einem Vorstellungsgespräch für die Rolle von Ian Flemings James Bond in ihrem Büro einfinden solle. Er kam und begeisterte mit seinem sicheren Auftreten sofort alle. Auch Fleming war von ihm begeistert und so bekam er einen Langzeit-Vertrag. Connery drehte neben den 007-Filmen auch noch einige andere Filme, wie z.B. „Marnie“ unter der Regie von Alfred Hitchcock, doch beim fünften 007-Film „Man lebt nur zweimal“ dehnte sich der Zeitplan auf 6 Monate aus und Connery ärgerte sich über die zunehmenden Anforderungen der James-Bond-Filme. Nach den Dreharbeiten stieg Connery dann aus und kam 1971 dann noch einmal für einen Film zurück, da er eine Gage bekam, die ihm zu einen Eintrag ins
Guinnes-Buch der Rekorde verhalf.
Nach 007 bewies Sean Connery noch in zahlreichen weiteren Rollen sein Können und kehrte 1983 dann mit „Sag niemals nie“ sogar noch einmal zu seiner berühmtesten Rolle zurück. Es entstand ein Remake zu "Feuerball", dass aber nicht zur offiziellen 007-Filmreihe zählt. 1987 erhielt Conery einen Oscar als bester Nebendarsteller in „Die Unbestechlichen“. Connery ist bis heute noch erfolgreich auf der Leinwand präsent. Auch mit über 60 Jahren macht er in Actionfilmen wie „The Rock“ oder „Verlockende Falle“ noch eine gute Figur.
Im Jahr 2000 wurde Connery von der Queen zum Ritter geschlagen. Zuletzt war Connery als menschenscheuer Literat in „Forrester: Gefunden“ auf der Leinwand zu sehen. Im Oktober 2003 soll sein neuster Film „The League Of Extraordinary Gentlemen“ in die Kinos kommen.