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Ich habe keine Lust mehr. Und ich mache ‘all time high’ mit Auslaufen der Domain zum 1.4.2009 dicht. Dann enden 9 Jahre mehr oder minder erfolgreicher redaktioneller Begleitung der James Bond-Filmserie. Ich habe für diesen Entschluss lange mit mir selbst ringen müssen, aber die Faktoren, die für ein Aufhören sprechen, überwiegen ganz einfach.
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Bereits seit 2 Jahren führe ich ‘all time high’ nur noch als Blog, das Sammeln jeder winzigen News-Schnipsel, wie in den ersten fünf Jahren der Seite, hat zeitlich nicht mehr hingehauen. Auch der Bondklub Deutschland, der zwischenzeitlich auf ‘all time high’ untergebracht war, ist dies schon länger nicht mehr, zu den Gründen ist seinerzeits bereits genug gesagt worden. Kurz: Auch hier waren die fehlenden zeitlichen Resourcen ausschlaggebend. Mit meinem fortschreitenden Studium und einem nun anstehenden Auslandsaufenthalt in Australien verringern sich meine zeitlichen Möglichkeiten nur noch mehr.
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Aber das ist nur eine Seite der Medaille, über die andere habe ich noch nie etwas geschrieben. Die folgenden Zeilen bitte nicht als Arroganz auffassen. Ich bin mir in den vergangenen Monaten darüber klar geworden, dass ich auch deswegen keine Lust mehr habe, weil ich ganz einfach Anerkennung für meine Arbeit vermisse. Sicherlich ist die ganze James Bond-Sache ein sehr schönes Hobby. Aber das Schreiben von Artikeln und das Gestalten der Seite ist untrennbar mit einem großen Arbeitsaufwand verbunden. Und für diese Arbeit widerfährt mir leider von keiner Seite aus Anerkennung.
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Mit der Umwandlung der Seite in ein Blog habe ich gehofft, dass einzelne Artikel vielleicht kommentiert werden. 11 Kommentare in 1,5 Jahren sprechen eine deutliche Sprache. Ich bin kein Journalist, sondern Fan. Es macht einfach keinen Spaß, für eine anonyme Masse zu schreiben, ohne eine einzige Rückmeldung zu erhalten. Ich frage mich: Wofür mache ich mir die Arbeit? Wenn es um den reinen Konsum von Informationen geht, dann können meine Leser auch gleich alles bei CommanderBond.net oder anderen Bond-Fanseiten nachlesen. Dafür muss ich mich nicht stundenlang in einen Raum verkriechen und minutiös Infos recherchieren und Interviews übersetzen. Ich hätte mir einfach mehr Beteiligung gewünscht. Das ist leider nicht passiert.
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Und da gibt es noch eine Sache, die mich wurmt, und die letztlich der letzte Tropfen war, der das sinnbildliche Fass zum überlaufen gebracht hat. Und da spricht einfach die pure gekränkte Eitelkeit aus mir heraus. Da werden Leute, die genauso lange wie ich ‘im Geschäft’ sind nach London zu Interviews mit den Quantum-Darstellern geladen, andere erhalten Einladungen zur Premiere nach London oder zur Deutschland-Premiere nach Berlin. Ich gebe zu: Ich bin neidisch. Ich gönne es den Leuten, die ich auch persönlich kenne, von ganzem Herzen, denn sie haben genauso dafür geschuftet wie ich. Aber ihnen wurde die Anerkennung von offizieller Seite aus zu Teil, die ich mir lange gewünscht habe. Zum Vergleich: Mir wurden einmal von offizieller Seite aus Plakate zur Verlosung angeboten. Darauf beschränkt sich mein Kontakt zu den Offiziellen.
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Von daher wird das Review zu Ein Quantum Trost auch das letzte sein, was ich redaktionell in Sachen Bond tue. Auf dieses Review müsst ihr leider auch noch ein bisschen warten, denn im Gegensatz zu dem ein oder anderen Vertreter anderer Webseiten habe ich leider keine Einladung zu einer Pressevorführung erhalten.
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Etwas verbittert,
Tim
