Bond 22 Blog

Ein Quantum Trost. 6. November 2008.

Ein


Ich habe keine Lust mehr. Und ich mache ‘all time high’ mit Auslaufen der Domain zum 1.4.2009 dicht. Dann enden 9 Jahre mehr oder minder erfolgreicher redaktioneller Begleitung der James Bond-Filmserie. Ich habe für diesen Entschluss lange mit mir selbst ringen müssen, aber die Faktoren, die für ein Aufhören sprechen, überwiegen ganz einfach.

Bereits seit 2 Jahren führe ich ‘all time high’ nur noch als Blog, das Sammeln jeder winzigen News-Schnipsel, wie in den ersten fünf Jahren der Seite, hat zeitlich nicht mehr hingehauen. Auch der Bondklub Deutschland, der zwischenzeitlich auf ‘all time high’ untergebracht war, ist dies schon länger nicht mehr, zu den Gründen ist seinerzeits bereits genug gesagt worden. Kurz: Auch hier waren die fehlenden zeitlichen Resourcen ausschlaggebend. Mit meinem fortschreitenden Studium und einem nun anstehenden Auslandsaufenthalt in Australien verringern sich meine zeitlichen Möglichkeiten nur noch mehr.

Aber das ist nur eine Seite der Medaille, über die andere habe ich noch nie etwas geschrieben. Die folgenden Zeilen bitte nicht als Arroganz auffassen. Ich bin mir in den vergangenen Monaten darüber klar geworden, dass ich auch deswegen keine Lust mehr habe, weil ich ganz einfach Anerkennung für meine Arbeit vermisse. Sicherlich ist die ganze James Bond-Sache ein sehr schönes Hobby. Aber das Schreiben von Artikeln und das Gestalten der Seite ist untrennbar mit einem großen Arbeitsaufwand verbunden. Und für diese Arbeit widerfährt mir leider von keiner Seite aus Anerkennung.

Mit der Umwandlung der Seite in ein Blog habe ich gehofft, dass einzelne Artikel vielleicht kommentiert werden. 11 Kommentare in 1,5 Jahren sprechen eine deutliche Sprache. Ich bin kein Journalist, sondern Fan. Es macht einfach keinen Spaß, für eine anonyme Masse zu schreiben, ohne eine einzige Rückmeldung zu erhalten. Ich frage mich: Wofür mache ich mir die Arbeit? Wenn es um den reinen Konsum von Informationen geht, dann können meine Leser auch gleich alles bei CommanderBond.net oder anderen Bond-Fanseiten nachlesen. Dafür muss ich mich nicht stundenlang in einen Raum verkriechen und minutiös Infos recherchieren und Interviews übersetzen. Ich hätte mir einfach mehr Beteiligung gewünscht. Das ist leider nicht passiert.

Und da gibt es noch eine Sache, die mich wurmt, und die letztlich der letzte Tropfen war, der das sinnbildliche Fass zum überlaufen gebracht hat. Und da spricht einfach die pure gekränkte Eitelkeit aus mir heraus. Da werden Leute, die genauso lange wie ich ‘im Geschäft’ sind nach London zu Interviews mit den Quantum-Darstellern geladen, andere erhalten Einladungen zur Premiere nach London oder zur Deutschland-Premiere nach Berlin. Ich gebe zu: Ich bin neidisch. Ich gönne es den Leuten, die ich auch persönlich kenne, von ganzem Herzen, denn sie haben genauso dafür geschuftet wie ich. Aber ihnen wurde die Anerkennung von offizieller Seite aus zu Teil, die ich mir lange gewünscht habe. Zum Vergleich: Mir wurden einmal von offizieller Seite aus Plakate zur Verlosung angeboten. Darauf beschränkt sich mein Kontakt zu den Offiziellen.

Von daher wird das Review zu Ein Quantum Trost auch das letzte sein, was ich redaktionell in Sachen Bond tue. Auf dieses Review müsst ihr leider auch noch ein bisschen warten, denn im Gegensatz zu dem ein oder anderen Vertreter anderer Webseiten habe ich leider keine Einladung zu einer Pressevorführung erhalten.

Etwas verbittert,
Tim

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Seit heute läuft das Musikvideo zum Ein Quantum Trost-Titelsong Another Way To Die auf allen großen Musiksendern. Auch zu Youtube hat es das Video schon geschafft.

all time high bleibt am Ball!

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Round-Up:


Laufzeit:
Was Marc Forster bereits während der Dreharbeiten mehrfach ankündigte, wurde inzwischen ganz offiziell bestätigt: Ein Quantum Trost hat eine Gesamtlaufzeit von lediglich 106 Minuten, womit der 22. James Bond-Film gleichzeitig der kürzeste ist. Der bisherige Rekordhalter, Goldfinger, ist 3 Minuten länger. Zudem ist es der erste Bond-Film seit Der Morgen stirbt nie 1997, der eine Laufzeit von unter 2 Stunden hat. Casino Royale, der 2006 erschienene letzte Bond-Film, ist mit 144 Minuten der längste Bond-Film aller Zeiten.

Bond und Camille in der WüsteNeue Fotos: Das Online-Magazin comingsoon.net hat eine Reihe Setfotos von Daniel Craig und Olga Kurylenko veröffentlicht, die Sony bisher unter Verschluss gehalten hatte. Sie zeigen neben den Protagonisten auch Marc Forster am Set in Bregenz und eine Szene aus der in Italien gedrehten Verfolungsjagd mit dem Aston Martin.

Magazin-Specials: Wie vor kurz vor jedem Bond-Kinostart überbieten sich die amerikanischen Printmagazine mit Specials zum neuen Teil. So auch diesmal. Total Film hat bekannt gegeben, dass die komplette November-Ausgabe 007 gewidmet wird. Auch das Magazin Premiere beschäftigt sich ausführlich mit dem neuen Film. Das Special ist sogar online abrufbar.

Viele Interviews: Vor mittlerweile 2 Wochen fand in London eine Pressekonferenz für Vertreter von Kino-Webseiten statt. Eingeladen waren u.a. folgende Webseiten, die inzwischen auch ihre Interviews online veröffentlichten:

Erstes Review: Die britische Sun, die sich bei den letzten beiden Filmen durch einen guten Draht zu den Produzenten ausgezeichnet hat, behauptet, den Film bereits gesehen zu haben. Um das vollständige Review, das allerdings erhebliche Spoiler enthält, zu lesen, klickt bitte auf den oben stehenden Link. Jedenfalls hat der Film den Redakteuren gefallen, im Fazit schreiben sie, dass “der Film allen konkurrierenden Actionfilm-Serien kräftig in den Arsch treten wird”.

Szenenfotos aus ‘Ein Quantum Trost’Craigs Rückkehr: In der bereits beschriebenen Question & Answer-Stunde mit den Filmwebseiten bestätigte Bond-Produzentin Barbara Broccoli, dass Craig definitiv einen dritten James Bond-Film drehen werde, und außerdem “noch ein paar danach”. Die in Casino Royale begonnene Geschichte, die in Ein Quantum Trost fortgeführt wird, endet aber im neuen Film. Die Story des 23. Films werde wieder eine unabhängige Geschichte sein. Ob die Organisation Quantum oder bewährte Elemente wie ‘Q’ oder Mrs Moneypenny dann wieder mit dabei sein werden, ließ Broccoli offen. Definitiv nicht mit dabei sein wird Regisseur Marc Forster. Er sagte, der Bond-Film sei zwar eine “fantastische Erfahrung” gewesen, allerdings wolle er sich nun wieder kleineren Filmprojekten widmen.

Altersfreigabe: Wie erwartet wurde der Film von der zuständigen US-Behörde mit einem PG-13 versehen. In Deutschland wird der Film dann vermutlich ab 12 Jahren freigegeben sein.

all time high bleibt am Ball!

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Was all time high bereits vergangene Woche berichtete, hat sich nun bestätigt. Das Titelmotiv des Soundtracks zum Film ist gleichzeitig auch das Motiv des Hauptplakats. Das hat comingsoon.net von Sony erfahren.

Das ‘Quantom of Solace’-Hauptplakat


all time high
bleibt dran!

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Artwork der Single-CDNachdem vor rund einer Woche eine Instrumentalversion des Titelsongs zu Ein Quantum Trost aufgetaucht ist, tauchte der Song in der vergangenen Woche bei diversen Sharefiling-Onlinediensten zum Download sowie bei unterschiedlichen Videoportalen zum Anhören auf. Obwohl Videos und Downloads unter Verweis auf das Sony-Copyright immer schnell entfernt wurden, hat man sich nun offenbar zum Handeln entschlossen. Während die Single erst am 30. September 2008 erscheint, ist der Song schon seit letzter Nacht bei itunes zum Download für den iPod verfügbar. 

Artwork des SoundtracksWeiterhin scheint das Motiv des Haupt-Plakats veröffentlicht worden zu sein: Bei Amazon taucht jedenfalls das Cover des von David Arnold komponierten Soundtracks auf. Dieses Cover wird geziert von einem bisher nicht gesehenen Motiv mit Craig und Kurylenko. Im Normalfall ist auf dem Soundtrack-Cover immer das Hauptplakat abgebildet, sodass wir durch diese Veröffentlichung möglicherweise einen ersten Blick auf das Hauptmotiv erhalten.

Marc ForsterWie der Independent berichtet, bricht Ein Quantum Trost genauso wie sein Vorgänger Casino Royale mit weiteren Traditionen der Bond-Reihe. Während im ersten Film von Daniel Craig genauso wenig wie im neuen Film die Charaktere von ‘Q’ und Miss Moneypenny auftauchten, sagte Bond zum Ende hin wenigstens einmal den berühmten Satz “Mein Name ist Bond. James Bond.” Auf dieses Erkennungsmerkmal müssen die Fans in Ein Quantum Trost verzichten, genauso wie auf die Bestellung eines “Wodka Martini. Geschüttelt, nicht gerührt.” Regisseur Marc Forster sagte: “Wir haben den berühmten Satz mehrmals an unterschiedlichen Orten abgedreht, aber er wollte nie so wirklich passen. Also habe ich Barbara Broccoli und Michael Wilson gefragt, ob Bond sich nicht einfach mit einem simplen “James Bond” vorstellen könne, und sie willigten ein. Es ist toll, dass alle den Änderungen in der Bond-Formula so aufgeschlossen gegenüber stehen. Man kann in späteren Filmen immer noch zur Tradition zurückkehren.”

all time high bleibt dran!

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