Bond 22 Blog

Ein Quantum Trost. 6. November 2008.

Bonding in Feldkirch


Heute vor einer Woche, am 29. April 2008, begannen die Quantum of Solace-Dreharbeiten am Bodensee. Einer der Glücklichen, die vor Ort waren und etwas von den Dreharbeiten miterleben konnten, war Thomas Gleitsmann, der als ‘thomas004′ im Bondforum unterwegs ist. Nachfolgend sein ganz persönlicher Erfahrungsbericht.

Dreh in Feldkirch (1) - Foto © ORF.atBereits tagsüber herrschte in Feldkirch eine kribbelige geladene Stimmung. Einige typische kurzbehoste Engländer verlegten Stromkabel und weitere Technik in den Gassen, und viele seltsame Gestalten schlichen umher. Überall wurde getuschelt und geplaudert, Bond war Thema Nummer 1! Viele Geschäfte hatten große Aufkleber mit „007 – Welcome in Feldkirch“ ins Fenster geklebt, die von der Stadt verteilt worden sind. Einige Läden hatten lebensgroße Papp-Filmfiguren vor der Tür stehen, was der ganzen Stadt eine bondige Stimmung verlieh (jedenfalls weitaus bondiger als das komplett schmucklose Bregenz heute Vormittag!). Überall wurden Schaufensterscheiben geputzt, noch eine neue Leuchtreklame aufgehängt und Schaufenster umgestaltet. Alles für den großen Auftritt!

Schon tagsüber wurden blickdichte Absperrungen (hohe Bauzäune mit schwarzen Folien) in den entsprechenden Gassen bereitgestellt, die jedem Fan und mir Angst einjagten, später beim Dreh nichts zu sehen…

Dreh in Feldkirch (2) - Foto © ORF.at Gegen 17 Uhr wurde es in den betreffenden Straßenzügen lebhafter, und Scheinwerfer, Kameras, etc. wurden aufgebaut. Man hatte auch in einigen Wohnungen in den oberen Etagen des Marktplatzes Scheinwerfer in die Fenster gestellt. Ab 18 Uhr erfolgte der erwartete „Rausschmiss“ aus der Innenstadt, und alle Unbeteiligten mussten den Marktplatz verlassen. Ein Trupp breiter, schwarz gekleideter Securities sorgte dafür, dass keiner mehr hereinkam. Ich bin dann erst einmal ins Hotel…

Dreh in Feldkirch (3) - Foto © ORF.at …und bei Einbruch der Dunkelheit zurückgekehrt. Vom Marktplatz war gar nichts zu sehen, nur am Ende der Schmiedgasse war nur eine hüfthohe Absperrung. Man konnte sehen, wie die beiden Autos auf den Dreh vorbereitet wurden. Leider hat man wohl seitens Filmcrew diese einzige völlig offene Absperrung bereut und später direkt vor den Zuschauern einen Lastwagen quer in die Gasse gestellt. Super… Unmut unter den vielen Zuschauern machte sich breit. Ich bin dann seitlich durch eine historische Unterführung an einen tollen Ort gelangt, wo nur wenige Zuschauer standen und man seitlich direkt auf den parkenden Jaguar sehen konnte. Dort habe ich den ganzen Abend bis Drehschluss (ca. 23:30 Uhr) verbracht, von wo aus wir gut sehen konnten.

Dreh in Feldkirch (4) - Foto © ORF.at Die einzige gedrehte Szene ist einfach zu erklären: Aus der Schmiedgasse heraus starteten der schwarze Jaguar mit einem Fahrer (sah ein wenig aus wie Craigs Bruder mit langen Haaren; viele meinten zuerst, es wäre Craig), daneben ein festlich gekleideter Herr, vermutlich Anatole Taubman, und – ebenfalls festlich gekleidet – Maurice Greene auf dem Rücksitz hinten links. Almaric ist auch oft ausgestiegen und herumgelaufen, so dass er sehr gut zu sehen war. Der Jaguar startete mit hohem Tempo und fuhr nach rechts über den Marktplatz. Bond – sportlich gekleidet – hinterher im hellblauen Volvo. Da waren wir doch alle enttäuscht, da wir mit dem Aston Martin gerechnet hatten. Die Fahrt dauerte höchstes 10 Sekunden, dann kamen die Autos zurück zum Start. Die Szene wurden so ca. 8- bis 10-mal wiederholt. 2- oder 3-mal fuhr auch ein Double Bonds Wagen. Meist ging es da schneller zur Sache. Craig lief oft umher; wer Glück hatte, konnte ihn fotografieren.

Dreh in Feldkirch (5) - Foto © ORF.at Wir wurden mehrfach von österreichischen und englischen Ordnern und Crewmitgliedern aufgefordert, nicht zu filmen (wegen Copyright), zu blitzen oder während der Dreh-Momente zu rufen oder zu reden. Es wurde nämlich auch der Ton aufgenommen. Leider war das Publikum vor Ort teilweise extrem undiszipliniert und blitzte ungeniert aus den Fenstern (!) und brüllte/lachte auch nach dem deutlich vernehmbaren Kommandos „Recording sound“ und „Rolling“. Schon schade. Möchte mal wissen, wie viele der Szenen dadurch versaut worden sind…

Ich rechnete damit, dass nach Mitternacht auf dem abgesperrten Marktplatz noch einige weitere Szenen gedreht werden. Dem war nicht so; Mitternacht war Schluss. Die gedrehte Fahr-Szene ist also wirklich maximal 10 Sekunden lang. Ich bin echt gespannt, wie das Ganze in den Film integriert wird…

Alles in allem war es ein supertolles Erlebnis, Bond mal live „im Dienst“ zu erleben! Aber ich hatte erwartet, noch mehr vom Set und den Arbeiten zu sehen. Die strengen Absperrungen waren doch sehr ärgerlich…

Dreharbeiten gehen weiter - in Talamonaccio und Bregenz


Die Dreharbeiten zum 22. James Bond-Film, Quantum of Solace, wurden bereits zwei Tage nach dem dritten Unfall am Gardasee wieder fortgesetzt (all time high berichtete). Von Italiens größtem Binnensee ging es zunächst für insgesamt drei Tage in die toskanische Stadt Talamonaccio, wo vor allem Daniel Craig und Olga Kurylenko Bootsszenen an der ligurischen Küste drehten.

‘Spy Shot’ aus Italien ‘Spy Shot’ aus Italien ‘Spy Shot’ aus Italien

Von diesem Dreh sind einige ‘Spy Shots’ aufgetaucht. Darauf tragen die beiden Schauspieler die gleiche Kleidung wie auf den Fotos von den Bootsaufnahmen, die man im Februar in Panama gedreht hat. Auch das Boot an sich ist das gleiche und ist in spanischer Sprache beschriftet. Die Aufnahmen werden vermutlich im fertigen Film vor der Küste Boliviens angesiedelt sein.

.‘Spy Shot’ aus Italien ‘Spy Shot’ aus Italien ‘Spy Shot’ aus Italien

Blick vom Turm von TalamonaccioLaut örtlichen Medien drehte man eine Szene, in der Bond und Camille mit ihrem alten Boot auf Mathis treffen, der sich auf einer Jacht aufhält. Mit dieser Jacht ankern die drei schließlich vor dem Turm von Talamonaccio. Auch dort wurde gedreht, laut der italienischen Zeitung La Nazione eine “kurze, aber heftige Szene”. Der Turm, der ursprünglich von Spaniern als Schutz vor einer Invasion gegen die Sarazenen gebaut wurde, beheimatet heute ein luxuriöses Appartement, welches gemietet werden kann. Angeblich entdeckte Produzentin Barbara Broccoli den Turm bei einem Italien-Urlaub und bestand auf ihn als Drehort.

Währenddessen wurde ein Video auf Youtube veröffentlicht, welches zeigt, wie in Limone am Gardasee am 21. April Fotoaufnahmen von Daniel Craig mit einem Aston Martin vor dem Panorama des Sees entstanden. Zudem zeigt das Video die kurvigen Strecken entlang des Sees, die für die Dreharbeiten genutzt wurden.

Heute indes begannen die Dreharbeiten in Bregenz am Bodensee. Am heutigen Nachmittag sollen im Festspielhaus “Teile einer Verfolgungsjagd” abgedreht werden, wie Festspiel-Sprecher Axel Renner der Nachrichtenagentur APA bestätigte. Am Abend steht anschließend eine Durchfahrtsszene in der Feldkircher Altstadt auf dem Programm. Ab Mittwoch wird die 200-köpfige Filmcrew auf die Bregenzer Seebühne wechseln. Informationen zum Bregenz-Dreh gibt es hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier.

all time high wird Euch über die aktuellen Entwicklungen auf dem Laufenden halten!

Großes Chile-Roundup mit vielen neuen Informationen [SPOILER!]


Nachdem es nun wieder etwas länger ruhig um den besten Agenten Ihrer Majestät war, mehren sich zum Ende der Dreharbeiten in Südamerika die Anzeichen dafür, dass uns eine ganze Welle neuer Presseartikel und Videos ins Haus steht. Es mehren sich außerdem die Gerüchte, dass der erste Teaser-Trailer noch im April veröffentlicht werden soll.

Doch der Reihe nach: Das britische Boulevard-Blatt The Sun war ebenso wie die amerikanische Zeitung USA Today zu Gast am Set in Antofagasta und enthüllt jede Menge neuer Plot-Details. Der folgende Artikel enthält daher massive Spoiler!

Neues Foto von den Dreharbeiten - Bond wieder mit Walther PPK!Gegenüber der USA Today bestätigte Daniel Craig noch einmal, dass die vorrangigen Motive des Films Bonds gebrochenes Herz und die Rache für Vesper seien: “Die Liebe seines Lebens wurde getötet, und er findet heraus, dass sie nicht die war, für die sie sich ausgab. Also ist er auf einem Rachefeldzug. Aber genauso gerne möchte er - und das ist, was der Titel aussagt - ein Minimum an Trost finden. Man hat ihm mental etwas genommen, und das will er zurück.”

Mitarbeiterbehausungen des Paranal ObservatoriumGefilmt wurde auf, im und rund um das Paranal Observatorium, welches in der Atacamawüste im Norden Chiles auf einem Berg beheimatet ist. Das Observatorium wird von der Europäischen Südsternwarte (ESO) betrieben und die Bond-Crew drehte wohl rund 14 Tage in dem 120 Kilometer südlich von Antofagasta gelegenen Observatorium. Es dient Bösewicht Dominic Greene als Hauptquartier. Die Landschaft rund um die Sternwarte zeichnet sich durch extreme Trockenheit aus und wird oft mit einer Marslandschaft verglichen.

Bond beim Lauf über das Glasdach“Ich bin heute den ganzen Tag über das Dach des Observatoriums gelaufen”, sagte Craig der Sun. “Und bei der dünnen Luft in dieser Höhe [die Sternwarte liegt auf 2635 Metern über Normalnull, Anm. d. Red.], die noch dazu wahnsinnig trocken und staubig ist, ist das alles andere als einfach”. In der Szene, die den Auftakt zum großen Filmfinale bildet, welches in Dominic Greenes Hauptquartier stattfindet, läuft Bond über das Glasdach und schießt eine ganze Reihe Patronen in die Glasfläche. Nachdem diese nachgibt, springt Bond durch das Dach und stürzt sich auf den flüchtenden Greene. Forster sagte: “Ich habe Daniel gesagt, daDas Paranal Observatoriumss er Greene nicht erschießen will, sondern durch das Glas stoßen soll, um ihn lebendig zu kriegen. In diesem Moment der Explosion, mit dem Gefühl im Bauch, wie es ist, jemanden zu verlieren, muss Bond die wichtigste Entscheidung des Films treffen - Greene töten, oder ihn lebendig zu fangen.

Die AtacamawüsteForster erklärte zugleich, dass die Idee, das Finale in der Atacamawüste stattfinden zu lassen, seine Idee gewesen sei, da der genaue Ort von Greenes Hauptquartier im Drehbuch offen gelassen worden sei. “Ich habe die Wüste gewählt, weil man hier isoliert ist. Die Wüste ist ein Spiegelbild Bonds innerer Verfasstheit. Du bist hier alleine, und die Gefahr, zu Sterben, ist extrem groß.”

Zusammen auf der großen Party bei Greenes zuhauseA pro pos Dominc Greene - Produzent Michael G. Wilson wusste einiges zum Bösewicht zu berichten: “Greene gibt vor, ein grüner Umweltaktivist zu sein, ist es aber nicht. Er ist ein reicher Mann, im Vorstand eines großen Unternehmens, aber sein eigentliches Ziel ist es, an unentdeckte Wasservorräte zu gelanden, um die südamerikanischen Staaten erpressbar zu machen”. Damit wird erstmals offiziell erläutert, welches die große “natürliche Resource” ist, von der in den offiziellen Pressemitteilungen EONs bisher immer die Rede war. Es wird vermutet, dass Greene riesige Wasservorkommen unter der Atacamawüste entdeckt hat.

Greene mit “Quantum”-AnstecknadelIn diesem Zusammenhang enthüllt Wilson auch eine Information, über die zwar reichlich spekuliert, die aber bisher noch nie offiziell bestätigt wurde, und die dem Titel des Films eine ganz neue Ebene gibt. Dominic Greenes Organisation, die sich angeblich um Umweltfragen kümmert, in Wirklichkeit aber Greenes Interessen verfolgt, heißt - “Quantum”! Auf dem rechten Foto kann man zudem sehen, dass Greene eine kleine Anstecknadel in Form eines “Q” trägt - dieses “Q” ist die gleiche Schriftart, wie auch das offizielle Filmlogo.

Auf Dominic Greenes PartyUm die Storyline abzurunden, sagte Craig: “Eigentlich ist es eine recht simple und sehr einfach gehaltene Geschichte, die man im Grunde genommen auch schon oft gesehen hat: Es gibt einen, einsamen Helden, der die Bösewichte jagt. Aber man muss dieser Story Moral und Makel geben. Erst die Fehler, die Helde und Böse auf ihrem Weg machen, machen die Geschichte interessant. Und dann kommt die persönliche Note hinzu. Wenn jemand Rache schwört, ist das nie gut. Letztes Mal war Bond auch alleine, aber hatte einen Auftrag. Dieses Mal ist er alleine und hat keinen Auftrag. Also wird er es vermasseln - und am Ende doch richtig machen!”

Regisseur Marc Forster in einer Drehpause“Herz mag in diesem Zusammenhang das falsche Wort sein”, sagte Marc Forster der USA Today. “Aber ‘menschlich’ trifft es ganz gut.” Produzent Wilson fügte an, dass Quantum of Solace der zweite Film in einer Entwicklung Bonds sei. “Wir werden auch irgendwann wieder zu den Filmen zurückkehren, die unabhängig voneinander sind, die nicht aufeinander aufbauen, und bei denen der Fokus wieder auf dem Bösen und seinem Plan liegt. Aber in Casino Royale und im neuen Film liegt der Fokus ganz eindeutig auf Bond und seiner Entwicklung.”

CamilleIn diesem Zusammenhang passt es auch gut, dass Olga Kurylenko nicht das typische Bondgirl ist - und, aufgepasst, Premiere - NICHT mit Bond im Bett landet! Kurylenko selbst sagte: “Camille ist so fokussiert auf ihren Auftrag, dass ihr alles andere völlig egal ist.” Michael G. Wilson fügte hinzu: “Wir haben uns gedacht, dass Bond nicht sofort eine neue Beziehung eingehen kann. Und wir brauchten eine Frau, die ähnliches durchlebt hat, ihre eigene Agenda hat und aufgrund ihrer Situation ebensowenig eine Beziehung eingehen kann.” Bond landet also lediglich mit Agent Fields im Bett. Craig: “Ja, Bond hat eine kurze Beziehung, aber das ist nicht mehr als ein knappes Liebesabenteuer. Es ist beidseitig dienlich, beide genießen es, aber es geht hier nur um den Sex.

Action, Action, Action!Die Dreharbeiten werden ab kommender Woche im italienischen Siena fortgesetzt - mit weiteren Actionszenen. Als Michael G. Wilson in der Pressekonferenz Anfang Januar “doppelt so viel Action wie in Casino Royale” versprochen hat, hat er wohl nicht übertrieben. “Wir hetzen von einer Stunt-Sequenz zur nächsten”, sagte Daniel Craig der Sun. “Wir hatten eine Szene im Windkanal, hier in Chile, weitere Actionsequenzen mit Speedbooten in Panama und auch in Siena drehen wir eine Verfolgungsjagd.” Von den Vorbereitungen ist bereits ein Video aufgetaucht:

Zum Schluss noch eine persönliche Anmerkung: Aufgrund einer anstehenden Prüfungsphase auf der Universität wird all time high in den nächsten vier bis sechs Wochen eher sporadisch aktualisiert, diese können außerdem länger als gewohnt auf sich warten lassen. Ich bitte um Verständnis.

Dennoch: Mit all time high immer top informiert!

Quantum of Solace - Hinter den Kulissen #2


Einige der Szenen, die gestern im BBC-Frühstücksfernsehen gezeigt wurden, sind kein exklusives BBC-Material, sondern dem offiziellen Videomaterial für die Presse entnommen. Das erste Video wurde Anfang Februar veröffentlicht. Das neue Video enthält Szenen aus Panama und Mexiko und zwi kurze Interviews mit Marc Forster und Gemma Arterton.

all time high bleibt am Ball!

Mathieu Amalric und die BBC betätigen sich als Informationsquellen


Das englische Magazin Premiere widmet sich in einem ausführlichen Bericht dem Quantum of Solace-Bösewicht Mathieu Amalric und weiß eine Menge Neuigkeiten zu berichten. Auch die BBC hat einen exklusiven Blick hinter die Kulissen werfen dürfen. Doch der Reihe nach.

Offizielles Pressefoto - Mathieu AmalricAmalric sprach mit dem englischen Magazin während einer Drehpause in Colon, wo gerade mehrere größere Szenen und eine Konfrontation zwischen Bond und Greene gedreht wurde. Während er über den konkreten Inhalt nichts sagen durfte, sagte Amalric aber, dass er soeben Bondgirl Camille die Leiche eines Verräters gezeigt hätte, um sie davor zu warnen, ihn nicht zu verraten.

Auf die Frage hin, welche Eigenschaften es benötige, der neue James Bond-Gegner zu sein, antwortete der Franzose: “Es ist viel Arbeit, und mir ist es leider nicht gestattet, das Set länger als einen Tag zu verlassen. Gestern war eine Ausnahme. Es war Sonntag und wir fuhren zu einer Insel namens ‘San Blas’. Sie ist wunderwunderschön! Da gibt es insgesamt 350 verschiedene kleine Inseln, nur Sand und Kokuspalmen und Ureinwohnern. Kaum Touristen… Also verbrachte ich einen ganzen Tag in einer Postkarte, einem wirklich klischeehaft glücklichen Ort, und ich habe nur Fisch gegessen und schwomm in azurblauem Wasser…”

Amalric wusste auch über Daniel Craig nur Positives zu berichten: “Bei Daniel merkt man wirklich, wie sehr er sich auf die Rolle einlässt. In diesem Film geht es um ein gebrochenes Herz. Natürlich gibt es regelrechte Fantasy-Elemente, es ist letztlich immer noch ein James Bond-Film, aber was die Gefühle angelangt, ist der Film sehr realistisch angelegt. Das Frauenbild hat sich auch geändert. Es sind nicht länger diese Frauen, mit denen Bond schläft und sie am nächsten Morgen verlässt. Ich denke, deswegen hat man auch Marc Forster engagiert.”

Daniel Craig am Set in PanamaAuch der Regisseur kommt selbst zu Wort und enthüllt eine interessante Neuigkeit - das Script war nie wirklich fertig, und man hat am Set jeden Tag verschiedene Szenen umgeschrieben und offen gelassen. Daher gebe es auch keine Storyboards, was Forster von seinem Vorgänger Martin Campbell unterscheidet, der jede Szene stets minutiös durchplante. “Es wird eine Menge Improvisationstalent von uns Schauspielern eingefordert”, sagte Amalric. “Marc liebt es auch, die Kamera einfach laufen zu lassen, für mehr als eine Szene. Er beobachtet dabei nicht den Monitor, sondern uns Schauspieler.” Außerdem sei ein “neuer Drehbuchautor” am Set, der für die Continuity sorge. Wer dieser vierte Autor nach Neil Purvis, Robert Wade und Paul Haggis ist, wurde aber nicht verraten.

Im Zusammenhang mit Marc Forster als “Drama”-Regisseur steht auch Amalrics Aussage, dass wirklich viel schauspielerisches Talent eingefordert wäre. “Ich habe leider kein Gebiss aus Metall und keine Narbe und keine Siamkatze. Dominic Greene hat kein anormales körperliches Merkmal. Der Charakter ist ganz auf mein Spiel angewiesen.” Zu seiner Rolle äußerte er sich auch noch detailierter: “Greene ist nach außen ein netter Kerl, sehr engagiert im Umweltschutz, er pflanzt Bäume und unterstützt die Wissenschaft durch Charity-Events. Aber zugleich weiß man nie, wer er wirklich ist und was in seinem Kopf vorgeht.”

Damit ist klar, dass das Hauptthema von Quantum of Solace der Umweltschutz ist. Amalric meinte dazu: “Jeder Bond-Film sagt etwas über die Zeit aus, in der er gedreht wurde.”

Offizielles Pressefoto - Gemma ArtertonHeute veröffentlichte die BBC im Frühstücksfernsehen einen Ausschnitt aus dem Film, der hier bei Youtube oder weiter unten angeschaut werden kann. Neben einem kurzen Interview mit Gemma Arterton gibt es auch einzelne Sequenzen vom Dreh in Panama und der kalifornischen Wüste.

all time high bleibt dran!



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