Bond 22 Blog

Ein Quantum Trost. 6. November 2008.

Round-Up: Kurzer Film, neue Fotos, erste Reviews, Craigs Rückkehr


Laufzeit:
Was Marc Forster bereits während der Dreharbeiten mehrfach ankündigte, wurde inzwischen ganz offiziell bestätigt: Ein Quantum Trost hat eine Gesamtlaufzeit von lediglich 106 Minuten, womit der 22. James Bond-Film gleichzeitig der kürzeste ist. Der bisherige Rekordhalter, Goldfinger, ist 3 Minuten länger. Zudem ist es der erste Bond-Film seit Der Morgen stirbt nie 1997, der eine Laufzeit von unter 2 Stunden hat. Casino Royale, der 2006 erschienene letzte Bond-Film, ist mit 144 Minuten der längste Bond-Film aller Zeiten.

Bond und Camille in der WüsteNeue Fotos: Das Online-Magazin comingsoon.net hat eine Reihe Setfotos von Daniel Craig und Olga Kurylenko veröffentlicht, die Sony bisher unter Verschluss gehalten hatte. Sie zeigen neben den Protagonisten auch Marc Forster am Set in Bregenz und eine Szene aus der in Italien gedrehten Verfolungsjagd mit dem Aston Martin.

Magazin-Specials: Wie vor kurz vor jedem Bond-Kinostart überbieten sich die amerikanischen Printmagazine mit Specials zum neuen Teil. So auch diesmal. Total Film hat bekannt gegeben, dass die komplette November-Ausgabe 007 gewidmet wird. Auch das Magazin Premiere beschäftigt sich ausführlich mit dem neuen Film. Das Special ist sogar online abrufbar.

Viele Interviews: Vor mittlerweile 2 Wochen fand in London eine Pressekonferenz für Vertreter von Kino-Webseiten statt. Eingeladen waren u.a. folgende Webseiten, die inzwischen auch ihre Interviews online veröffentlichten:

Erstes Review: Die britische Sun, die sich bei den letzten beiden Filmen durch einen guten Draht zu den Produzenten ausgezeichnet hat, behauptet, den Film bereits gesehen zu haben. Um das vollständige Review, das allerdings erhebliche Spoiler enthält, zu lesen, klickt bitte auf den oben stehenden Link. Jedenfalls hat der Film den Redakteuren gefallen, im Fazit schreiben sie, dass “der Film allen konkurrierenden Actionfilm-Serien kräftig in den Arsch treten wird”.

Szenenfotos aus ‘Ein Quantum Trost’Craigs Rückkehr: In der bereits beschriebenen Question & Answer-Stunde mit den Filmwebseiten bestätigte Bond-Produzentin Barbara Broccoli, dass Craig definitiv einen dritten James Bond-Film drehen werde, und außerdem “noch ein paar danach”. Die in Casino Royale begonnene Geschichte, die in Ein Quantum Trost fortgeführt wird, endet aber im neuen Film. Die Story des 23. Films werde wieder eine unabhängige Geschichte sein. Ob die Organisation Quantum oder bewährte Elemente wie ‘Q’ oder Mrs Moneypenny dann wieder mit dabei sein werden, ließ Broccoli offen. Definitiv nicht mit dabei sein wird Regisseur Marc Forster. Er sagte, der Bond-Film sei zwar eine “fantastische Erfahrung” gewesen, allerdings wolle er sich nun wieder kleineren Filmprojekten widmen.

Altersfreigabe: Wie erwartet wurde der Film von der zuständigen US-Behörde mit einem PG-13 versehen. In Deutschland wird der Film dann vermutlich ab 12 Jahren freigegeben sein.

all time high bleibt am Ball!

Daniel Craig verletzt sich bei Kampfszene


Bond beim Lauf über das GlasdachJames Bond-Darsteller Daniel Craig verletzte sich nach einem Bericht des Magazins People bei Dreharbeiten in den Pinewood Studios nahe London und setzte damit die Unfallserie am Set des neuen 007-Films Quantum of Solace fort. “Es hat einen kleinen Zwischenfall am Set gegeben”, teilte ein Sprecher von Sony Pictures in Los Angeles auf Anfrage mit. “Daniel hat sich an der Hand verletzt. Er hat sich in medizinische Behandlung begeben. Innerhalb weniger Stunden war er zurück und die Produktion ging weiter”, sagte der Sprecher weiter.

Wie die Daily Mail berichtet, hatte er sich eine Fingerkuppe seiner rechten Hand aufgeschnitten - und wurde als Vorsichtsmaßnahme in eine Klinik gebracht. Genäht wurde die Wunde nicht - “aber es hat ziemlich heftig geblutet”, zitiert die Zeitung einen Informanten. Bereits vergangene Woche wurde Craig eine Wunde im Gesicht mit acht Stichen genäht.

Der gesamte Filmdreh scheint unter keinem guten Stern zu stehen. Mittlerweile denken einige Crewmitglieder sogar, Quantum of Solace sei verflucht. Ständig stößt Mitgliedern des Drehteams irgendetwas zu. Vor seinem Fingerunfall und dem Gesichtsschnitt hat sich Craig in Panama die Rippen verletzt. Ein Techniker wurde in Österreich von einer Frau mit einem Messer angegriffen, und schon zwei Bond-Autos wurden in Seen versenkt. Außerdem wurden vergangene Woche Kulissen bei einem kleineren Feuer in den Pinewood-Studios beschädigt.

all time high bleibt dran!

Bonding in Feldkirch


Heute vor einer Woche, am 29. April 2008, begannen die Quantum of Solace-Dreharbeiten am Bodensee. Einer der Glücklichen, die vor Ort waren und etwas von den Dreharbeiten miterleben konnten, war Thomas Gleitsmann, der als ‘thomas004′ im Bondforum unterwegs ist. Nachfolgend sein ganz persönlicher Erfahrungsbericht.

Dreh in Feldkirch (1) - Foto © ORF.atBereits tagsüber herrschte in Feldkirch eine kribbelige geladene Stimmung. Einige typische kurzbehoste Engländer verlegten Stromkabel und weitere Technik in den Gassen, und viele seltsame Gestalten schlichen umher. Überall wurde getuschelt und geplaudert, Bond war Thema Nummer 1! Viele Geschäfte hatten große Aufkleber mit „007 – Welcome in Feldkirch“ ins Fenster geklebt, die von der Stadt verteilt worden sind. Einige Läden hatten lebensgroße Papp-Filmfiguren vor der Tür stehen, was der ganzen Stadt eine bondige Stimmung verlieh (jedenfalls weitaus bondiger als das komplett schmucklose Bregenz heute Vormittag!). Überall wurden Schaufensterscheiben geputzt, noch eine neue Leuchtreklame aufgehängt und Schaufenster umgestaltet. Alles für den großen Auftritt!

Schon tagsüber wurden blickdichte Absperrungen (hohe Bauzäune mit schwarzen Folien) in den entsprechenden Gassen bereitgestellt, die jedem Fan und mir Angst einjagten, später beim Dreh nichts zu sehen…

Dreh in Feldkirch (2) - Foto © ORF.at Gegen 17 Uhr wurde es in den betreffenden Straßenzügen lebhafter, und Scheinwerfer, Kameras, etc. wurden aufgebaut. Man hatte auch in einigen Wohnungen in den oberen Etagen des Marktplatzes Scheinwerfer in die Fenster gestellt. Ab 18 Uhr erfolgte der erwartete „Rausschmiss“ aus der Innenstadt, und alle Unbeteiligten mussten den Marktplatz verlassen. Ein Trupp breiter, schwarz gekleideter Securities sorgte dafür, dass keiner mehr hereinkam. Ich bin dann erst einmal ins Hotel…

Dreh in Feldkirch (3) - Foto © ORF.at …und bei Einbruch der Dunkelheit zurückgekehrt. Vom Marktplatz war gar nichts zu sehen, nur am Ende der Schmiedgasse war nur eine hüfthohe Absperrung. Man konnte sehen, wie die beiden Autos auf den Dreh vorbereitet wurden. Leider hat man wohl seitens Filmcrew diese einzige völlig offene Absperrung bereut und später direkt vor den Zuschauern einen Lastwagen quer in die Gasse gestellt. Super… Unmut unter den vielen Zuschauern machte sich breit. Ich bin dann seitlich durch eine historische Unterführung an einen tollen Ort gelangt, wo nur wenige Zuschauer standen und man seitlich direkt auf den parkenden Jaguar sehen konnte. Dort habe ich den ganzen Abend bis Drehschluss (ca. 23:30 Uhr) verbracht, von wo aus wir gut sehen konnten.

Dreh in Feldkirch (4) - Foto © ORF.at Die einzige gedrehte Szene ist einfach zu erklären: Aus der Schmiedgasse heraus starteten der schwarze Jaguar mit einem Fahrer (sah ein wenig aus wie Craigs Bruder mit langen Haaren; viele meinten zuerst, es wäre Craig), daneben ein festlich gekleideter Herr, vermutlich Anatole Taubman, und – ebenfalls festlich gekleidet – Maurice Greene auf dem Rücksitz hinten links. Almaric ist auch oft ausgestiegen und herumgelaufen, so dass er sehr gut zu sehen war. Der Jaguar startete mit hohem Tempo und fuhr nach rechts über den Marktplatz. Bond – sportlich gekleidet – hinterher im hellblauen Volvo. Da waren wir doch alle enttäuscht, da wir mit dem Aston Martin gerechnet hatten. Die Fahrt dauerte höchstes 10 Sekunden, dann kamen die Autos zurück zum Start. Die Szene wurden so ca. 8- bis 10-mal wiederholt. 2- oder 3-mal fuhr auch ein Double Bonds Wagen. Meist ging es da schneller zur Sache. Craig lief oft umher; wer Glück hatte, konnte ihn fotografieren.

Dreh in Feldkirch (5) - Foto © ORF.at Wir wurden mehrfach von österreichischen und englischen Ordnern und Crewmitgliedern aufgefordert, nicht zu filmen (wegen Copyright), zu blitzen oder während der Dreh-Momente zu rufen oder zu reden. Es wurde nämlich auch der Ton aufgenommen. Leider war das Publikum vor Ort teilweise extrem undiszipliniert und blitzte ungeniert aus den Fenstern (!) und brüllte/lachte auch nach dem deutlich vernehmbaren Kommandos „Recording sound“ und „Rolling“. Schon schade. Möchte mal wissen, wie viele der Szenen dadurch versaut worden sind…

Ich rechnete damit, dass nach Mitternacht auf dem abgesperrten Marktplatz noch einige weitere Szenen gedreht werden. Dem war nicht so; Mitternacht war Schluss. Die gedrehte Fahr-Szene ist also wirklich maximal 10 Sekunden lang. Ich bin echt gespannt, wie das Ganze in den Film integriert wird…

Alles in allem war es ein supertolles Erlebnis, Bond mal live „im Dienst“ zu erleben! Aber ich hatte erwartet, noch mehr vom Set und den Arbeiten zu sehen. Die strengen Absperrungen waren doch sehr ärgerlich…

Dreharbeiten gehen weiter - in Talamonaccio und Bregenz


Die Dreharbeiten zum 22. James Bond-Film, Quantum of Solace, wurden bereits zwei Tage nach dem dritten Unfall am Gardasee wieder fortgesetzt (all time high berichtete). Von Italiens größtem Binnensee ging es zunächst für insgesamt drei Tage in die toskanische Stadt Talamonaccio, wo vor allem Daniel Craig und Olga Kurylenko Bootsszenen an der ligurischen Küste drehten.

‘Spy Shot’ aus Italien ‘Spy Shot’ aus Italien ‘Spy Shot’ aus Italien

Von diesem Dreh sind einige ‘Spy Shots’ aufgetaucht. Darauf tragen die beiden Schauspieler die gleiche Kleidung wie auf den Fotos von den Bootsaufnahmen, die man im Februar in Panama gedreht hat. Auch das Boot an sich ist das gleiche und ist in spanischer Sprache beschriftet. Die Aufnahmen werden vermutlich im fertigen Film vor der Küste Boliviens angesiedelt sein.

.‘Spy Shot’ aus Italien ‘Spy Shot’ aus Italien ‘Spy Shot’ aus Italien

Blick vom Turm von TalamonaccioLaut örtlichen Medien drehte man eine Szene, in der Bond und Camille mit ihrem alten Boot auf Mathis treffen, der sich auf einer Jacht aufhält. Mit dieser Jacht ankern die drei schließlich vor dem Turm von Talamonaccio. Auch dort wurde gedreht, laut der italienischen Zeitung La Nazione eine “kurze, aber heftige Szene”. Der Turm, der ursprünglich von Spaniern als Schutz vor einer Invasion gegen die Sarazenen gebaut wurde, beheimatet heute ein luxuriöses Appartement, welches gemietet werden kann. Angeblich entdeckte Produzentin Barbara Broccoli den Turm bei einem Italien-Urlaub und bestand auf ihn als Drehort.

Währenddessen wurde ein Video auf Youtube veröffentlicht, welches zeigt, wie in Limone am Gardasee am 21. April Fotoaufnahmen von Daniel Craig mit einem Aston Martin vor dem Panorama des Sees entstanden. Zudem zeigt das Video die kurvigen Strecken entlang des Sees, die für die Dreharbeiten genutzt wurden.

Heute indes begannen die Dreharbeiten in Bregenz am Bodensee. Am heutigen Nachmittag sollen im Festspielhaus “Teile einer Verfolgungsjagd” abgedreht werden, wie Festspiel-Sprecher Axel Renner der Nachrichtenagentur APA bestätigte. Am Abend steht anschließend eine Durchfahrtsszene in der Feldkircher Altstadt auf dem Programm. Ab Mittwoch wird die 200-köpfige Filmcrew auf die Bregenzer Seebühne wechseln. Informationen zum Bregenz-Dreh gibt es hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier.

all time high wird Euch über die aktuellen Entwicklungen auf dem Laufenden halten!

Serie von Unfällen erschüttert Bond-Set: Dreharbeiten vorübergehend unterbrochen


Der völlig zerstörte Aston Martin DBS (Samstags-Unfall)Nachdem es innerhalb von nur einer Woche zu insgesamt drei Unfällen am Set von Quantum of Solace am Gardasee gekommen ist, wurden die Dreharbeiten heute für unbestimmte Zeit unterbrochen. Die italienische Polizei hat mehrere Untersuchungen zu den Unfällen eingeleitet.

Der Aston Martin wird aus dem Gardasee geborgenAm vergangenen Samstag passierte der erste Unfall, als ein Set-Mitarbeiter auf einer Landstraße am See zu schnell unterwegs war. Er verlor auf der regennassen Fahrbahn die Kontrolle über Bonds Filmauto, den neuen, rund 150.000 Euro teure Aston Martin DBS. Der Sportwagen landete im Gardasee. Der Fahrer kam mit einer Gehirnerschütterung davon, der Wagen musste aus 55 Metern Tiefe geborgen werden und hat nur mehr Schrottwert.

Am Montag verletzte sich ein weiterer Stuntman mittelschwer. Nähere Angaben zum Unfall gab es allerdings nicht.

Der zerstörte Alfa Romeo am UnfallortAm Mittwoch prallten dann zwei Stuntmen mit einem Alfa Romeo zunächst gegen einen weiteren Wagen und dann gegen eine Mauer. Das berichtet die italienische Nachrichtenagentur ANSA. Der griechische Stuntman Aris Comninos musste nach dem Unfall sogar wiederbelebt werden. Der Mann befindet sich in kritischem Zustand. Eon Productions beeilte sich aber, zu versichern, dass keinem der regulären Cast-Mitglieder etwas passiert sei.

Wann die Dreharbeiten weiter gehen, ist unklar. Vom 30. April bis 9. Mai wird in Bregenz am Bodensee gedreht. all time high hält Euch auf dem Laufenden!



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