Bond 22 Blog

Ein Quantum Trost. 6. November 2008.

Forster:


Nachdem es fast sechs Wochen nichts von den Dreharbeiten zu berichten gab, da diese zum Großteil auf dem Studiogelände der Pinewood-Studios nahe London stattfanden, werden im Zuge der Veröffentlichung des Teaser-Trailers auch wieder neue Artikel und Interviews mit den Protagonisten des Projekts veröffentlicht. Moviefone sprach zunächst mit Regisseur Marc Forster.

Regisseur Marc Forster in einer Drehpause“Wenn du einen Bond-Film machst, weißt du, dass du immer im Rahmen eines Bond-Films arbeiten musst”, sagte der in Ulm geborene Regisseur. “Sie wissen schon: Es gibt die Frauen, die Autos, die Geschichte, die Millionen Fans. Casino Royale war ein wahnsinniger Erfolg, und die Zuschauer haben für den nächsten Film wieder höhere Erwartungen. Es gibt also einen unbeschreiblichen Druck, dem man sich unterwirft. Und dieser Druck hat mich herausgefordert. Gleichzeitig liebe ich die alten 60er Jahre Bonds, mit Sean Connery und den grandiosen Sets von Ken Adam, die ihrer Zeit immer voraus waren. Ich will mit Quantum of Solace irgendwo dort anknüpfen, und die Story noch weiter bringen, als man das schon mit Casino Royale getan hat.”

Obwohl der 22. James Bond-Film bereits 30 Minuten nach Ende des 21. Films beginnt, lag es Forster sehr daran, zu betonen, dass es sich bei Quantum of Solace nicht um eine Kopie von Casino Royale handele: “Ich musste meinen eigenen Stil, auch meinen eigenen visualisierten Stil finden. Ich hatte immer den Eindruck, dem Film auch irgendwo meinen Stempel aufzudrücken, das heißt, einen Stil zu finden, der in meinen Augen dem Charakter von James Bond gerecht wird. Der Film beginnt dort, wo der letzte aufhörte. Und Bond hat sich gewandelt, er hat zum ersten Mal Liebe und Verlust erfahren. Wir fangen also an diesem Punkt an. Wir haben uns die Frage gestellt: Was bedeutet das für Bond? Wie beeinflusst das sein Verhältnis zu anderen Menschen? Das macht ihn menschlich angreifbar und verletzbar. Und von dieser Verletzbarkeit abgeleitet haben wir Vertrauen, was das Hauptmotiv des Films ist. Wem kannst du vertrauen? Und wen lieben?”

Marc ForsterNachgefragt bezüglich des “Fluchs“, den manche Journalisten der Produktion aufgrund der zahlreiche Pannen und Unfälle andichteten, entgegnete Forster: “Bei jedem Actionfilm passieren kleine Unfälle. Die beste Nachricht, die wir in den letzten Tagen bekommen haben, ist, dass Harris, der Stuntman, aus dem Krankenhaus entlassen wurde. Er geht wieder normal und ist auch psychologisch nicht angeknackst. Er wird wieder ein ganz normales Leben führen können. Und diese anderen Sachen, wie die mit Daniels Fingerverletzung, das passiert halt, nichts dramatisches. Also kaufe ich den Journalisten die Fluch-Geschichte nicht ab.”

all time high bleibt dran!

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